Gemeinsam: beides sind Selektionseffekte auf die beobachtete Korrelation — man sieht nicht die ganze Population.
Unterschied: Berkson konditioniert auf einen
Collider (gemeinsame Wirkung X→Z←Y) und
erzeugt dadurch eine Scheinkorrelation, die auch die Regressionssteigung verzerrt — ein
Strukturproblem.
Range Restriction selektiert dagegen direkt auf den
Prädiktor X: die Korrelation wird nur
gedämpft (oder bei Extremgruppen aufgebläht), die Steigung Y·X bleibt erwartungstreu — ein
Varianzproblem, das sich mit der Thorndike-Formel zurückrechnen lässt. Faustregel: einen Collider niemals kontrollieren, Range Restriction dagegen korrigieren.
→ Range Restriction (Varianzeinschränkung)