Praktisch jeder Mensch hat
2 Arme — ein paar wenige haben durch Unfall oder Geburt nur einen oder keinen. Der
Durchschnitt liegt damit knapp
unter 2 (z. B. 1,999). Ergebnis: Über 99 % der Menschen haben
mehr Arme als der Durchschnitt. Beim
Freundschaftsparadox ist es genau andersherum: Dort haben die meisten
weniger Freunde als „der Schnitt ihrer Freunde".
Ähnliches Aha-Gefühl, aber anderer Mechanismus: Beim Arm-Beispiel liegt es allein an der
Schiefe der Verteilung (Median ≠ Mittelwert). Das Freundschaftsparadox kommt zusätzlich durch das
size-biased Sampling über Kanten zustande — gut Vernetzte werden mehrfach gezählt.